Streaming galt lange als günstige und flexible Alternative zum klassischen Fernsehen. Doch in den letzten Jahren haben viele Nutzer festgestellt, dass die monatlichen Kosten stetig steigen. Preiserhöhungen, neue Tarifmodelle und zusätzliche Gebühren sorgen für Unmut – und werfen die Frage auf, warum Streaming überhaupt teurer wird.
Ein zentraler Grund sind die hohen Produktionskosten. Streamingdienste investieren Milliarden in exklusive Serien, Filme und Shows, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Aufwendig produzierte Inhalte mit bekannten Schauspielern und internationalen Drehorten sind teuer – und diese Kosten müssen langfristig refinanziert werden.
Hinzu kommt der intensive Wettbewerb. Während früher wenige Anbieter den Markt dominierten, buhlen heute zahlreiche Plattformen um Aufmerksamkeit. Jeder Dienst möchte exklusive Inhalte bieten, was zu parallelen Produktionen und steigenden Ausgaben führt.
Auch das Wachstum der Nutzerzahlen stagniert in vielen Ländern. Während Streamingdienste früher stark wachsen konnten, ist der Markt inzwischen gesättigt. Um Umsätze zu steigern, bleibt oft nur der Weg über höhere Preise oder neue Einnahmequellen.
Deshalb setzen viele Anbieter inzwischen auf werbefinanzierte Abos. Günstigere Tarife mit Werbung sollen neue Nutzer anziehen und gleichzeitig zusätzliche Einnahmen generieren. Für viele Kunden fühlt sich das jedoch wie ein Rückschritt an – schließlich war Werbefreiheit eines der Hauptargumente für Streaming.
Für Nutzer bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: mehr Auswahl, aber höhere Kosten. Wer mehrere Plattformen gleichzeitig nutzt, zahlt inzwischen Summen, die mit klassischen TV-Paketen vergleichbar sind.
