Streaming galt lange als günstige Alternative zum klassischen Fernsehen. Doch immer mehr Nutzer kündigen ihre Abos oder reduzieren sie drastisch. Der Grund dafür ist selten mangelndes Interesse an Filmen oder Serien – vielmehr hat sich der Markt stark verändert.
Ein zentraler Faktor sind die steigenden Preise. Was früher wenige Euro im Monat kostete, summiert sich heute schnell auf hohe Beträge. Wer Netflix, Prime Video, Disney+ und eventuell noch einen weiteren Dienst abonniert hat, zahlt oft mehr als für ein klassisches TV-Paket.
Hinzu kommt die Zersplitterung der Inhalte. Beliebte Serien und Filme sind auf verschiedene Plattformen verteilt. Nutzer müssen mehrere Abos gleichzeitig abschließen, um alles sehen zu können, was sie interessiert. Das sorgt zunehmend für Frust.
Auch Werbung in kostenpflichtigen Abos stößt vielen negativ auf. Einige Anbieter setzen mittlerweile auf günstigere Tarife mit Werbeeinblendungen – was für viele dem ursprünglichen Streaming-Versprechen widerspricht.
Stattdessen greifen viele zu Alternativen. Kostenlose Mediatheken von ARD, ZDF oder Arte werden wieder stärker genutzt. Auch YouTube gewinnt an Bedeutung, da hochwertige Dokumentationen, Reportagen und Hintergrundformate kostenlos verfügbar sind.
Ein weiterer Trend ist das Abowechsel-Modell: Nutzer abonnieren einen Dienst nur für einen Monat, schauen gezielt Inhalte und kündigen anschließend wieder. So bleiben die Kosten überschaubar, ohne komplett auf Streaming zu verzichten.
