Schlafprobleme sind längst kein Randphänomen mehr. Viele Menschen kommen abends nur schwer zur Ruhe, wachen nachts häufig auf oder fühlen sich morgens trotz ausreichender Schlafdauer nicht erholt. Oft wird Stress als Hauptursache genannt – doch die Gründe sind meist vielfältiger.
Ein zentraler Faktor ist der moderne Lebensstil. Smartphones, Tablets und Fernseher begleiten uns bis kurz vor dem Einschlafen. Das blaue Licht dieser Geräte hemmt die Ausschüttung von Melatonin, einem Hormon, das für Müdigkeit sorgt. Das Gehirn bleibt länger im Aktivmodus, selbst wenn der Körper eigentlich Ruhe braucht.
Auch unregelmäßige Schlafzeiten spielen eine große Rolle. Wer unter der Woche früh aufsteht, am Wochenende aber deutlich länger schläft, bringt seinen natürlichen Schlafrhythmus durcheinander. Der Körper weiß nicht mehr, wann Ruhe angesagt ist.
Ein weiterer Punkt ist die mentale Dauerbelastung. Gedanken an Arbeit, Verpflichtungen oder Sorgen lassen sich abends schwer abschalten. Selbst ohne akuten Stress bleibt das Nervensystem aktiv – was die Einschlafphase verlängert.
Was hilft wirklich?
– feste Schlafenszeiten, auch am Wochenende
– mindestens 30–60 Minuten ohne Bildschirm vor dem Schlafen
– ein dunkles, kühles Schlafzimmer
– entspannende Rituale wie Lesen oder ruhige Musik
