Langsames WLAN gehört zu den häufigsten Technik-Problemen im Alltag. Videos laden ewig, Videokonferenzen ruckeln und Webseiten brauchen ungewöhnlich lange. Viele vermuten sofort ihren Internetanbieter als Ursache – doch in der Praxis liegt das Problem oft ganz woanders.
Ein häufiger Grund ist der Standort des Routers. Steht er in einer Ecke der Wohnung, hinter Möbeln oder sogar im Keller, kann sich das Funksignal nicht richtig ausbreiten. Ideal ist ein zentraler Platz, möglichst erhöht und frei von Hindernissen. Auch Wände aus Beton oder Metall dämpfen das Signal deutlich.
Ein weiterer Faktor ist die Überlastung des WLAN-Kanals. In Mehrfamilienhäusern funken oft dutzende Router gleichzeitig auf denselben Frequenzen. Das führt zu Störungen und reduziert die Geschwindigkeit. In den Router-Einstellungen lässt sich meist ein weniger genutzter Kanal auswählen – ein kleiner Schritt mit großer Wirkung.
Auch veraltete Hardware spielt eine Rolle. Router, die mehrere Jahre alt sind, unterstützen oft moderne WLAN-Standards nicht. Neue Geräte bieten nicht nur höhere Geschwindigkeiten, sondern auch eine stabilere Verbindung für viele gleichzeitig verbundene Geräte.
Nicht zu unterschätzen sind zudem Apps und Geräte im Hintergrund. Smart-TVs, Cloud-Backups oder automatische Updates verbrauchen Bandbreite, ohne dass man es bewusst merkt. Ein Blick in die Router-Übersicht zeigt oft, welche Geräte gerade besonders viel Datenverkehr verursachen.
